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Fortbildungen

Programm für 2018

Die Termine für die Palliative Fachweiterbildung Pflege in 2019 stehen bereits fest. Sie finden sie hier.

 

Charly & Lotte - Fortbildungsangebote

Die Termine der Trauergruppen für Kinder und Jugendliche ebenso wie für die Kunsttherapie finden Sie hier

 

 

Flüchtlingsfrauen nähen Stuhlkissen für das Hospiz

In der Nähstube der Flüchtlingshilfe sind die Kissen entstanden, die jetzt in der Hospiz-Akademie gute Dienste leisten. Bei der Übergabe durch einige der Näherinnen rund um Anita Weinl (links) freuen sich Stephanie Wagner (dritte von links, Pflegedienstleitung im Hospiz) und Hospizleiterin Monika Stumpf (rechts) über die gelungene Zusammenarbeit. (Foto: K. Parisek)

In der Hospiz-und PalliatvAkademie Mittelhessen in Wetzlar sitzen die Lernenden nun bequemer. Schutzsuchende Frauen aus Eritrea, Somalia, Syrien, Irak und aus Afghanistan haben in der Nähstube der Flüchtlingshilfe Mittelhessen 23 Kissen genäht und jetzt im Haus Emmaus übergeben.

Projektleiterin Karin Parisek und die ehrenamtliche Schneiderin Anita Weinl betonten, wie stolz die geflüchteten Frauen darauf sind, einen solchen Auftrag erledigen zu können. Für Stephanie Wagner (Pflegedienstleitung) und Hospizleiterin Monika Stumpf ist die gelungene Zusammenarbeit ein Beitrag zur Integration der neu nach Wetzlar gekommenen Menschen.

Die Nähstube für Flüchtlingsfrauen gehört zu den wichtigsten Angeboten der Flüchtlingshilfe Mittelhessen. Dieser Treffpunkt für Frauen aus unterschiedlichen Nationen verbindet das konkrete Tun in der Gemeinschaft von Schutzsuchenden und zivilgesellschaftlich-freiwilligen Unterstützerinnen mit wichtigen Elementen für eine gelingende Integration: Austausch zwischen Frauen unterschiedlicher Kulturen; Erleben deutscher Werte und Regeln, bessere Sprachkompetenz, Verständnis für Arbeits-Abläufe in einem geschützten Rahmen von der Akquise der Kunden für genähte Ware wie Kissenbezüge oder Taschen bis hin zur Auslieferung der selbst genähten Produkte. Allein schon die Chance, regelmäßig feste Termine mit sinnvoller Tätigkeit und freundlicher Begegnung wahrnehmen zu können, ist für die Teilnehmerinnen außerordentlich wertvoll.

Die Nähstube ist immer freitags von 10 bis 16 Uhr im evangelischen Domgemeindehaus geöffnet. Weitere ehrenamtliche, nähbegabte Helferinnen könnten helfen, das Projekt sogar noch auszuweiten. Interessenten melden sich am besten per Mail bei k.parisek(at)gmx.de. (rh, 16.05.2018)

 

 

 

Entspannen bei „Charly & Lotte“

Spendenübergabe für das Hospiz-Projekt „Charly & Lotte“ (v.l.): Petra Gießler, Monika Stumpf,, Heike Zeller, Doris von Oesterreich und Michelle Bodenbender bei der symbolischen Scheckübergabe. Mit 1500 Euro unterstützt Charity Weilmünster die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche in Mittelhessen.(Foto: Rühl)

Charity-Frauen Weilmünster übergeben 1500 Euro für Trauerbegleitung

Einen Scheck über 1500 Euro haben die Frauen von Charity Weilmünster an das Hospiz Haus Emmaus in Wetzlar übergeben.

Mit dem Betrag hat das Hospiz Yogamatten, Decken und Rollwagen für die Trauerbegleitung „Charly & Lotte“ angeschafft.

Die sollen für Ruhe und Entspannung der Kinder und Jugendlichen sorgen, die durch Trauer und Tod in der Familie betroffen sind.

Hospiz-Leiterin Monika Stumpf sowie die Mitarbeiterinnen Petra Gießler und Michelle Bodenbender bedankten sich für die Unterstützung. Das Geld hat Charity Weilmünster durch den Verkauf guter gebrauchter Kleidung in dem seit drei Jahren betriebenen Laden „Frauenzimmer“ zusammengebracht.

Benefiz-Aktionen in leer stehenden Läden

In der Hauptstraße 11 verkaufen die Damen gespendete Mode zu kleinen Preisen, so Heike Zeller und Doris von Oesterreich. Die Idee, leer stehende Läden für Charity-Aktionen zu nutzen, haben sie von Großbritannien abgeschaut. Die sieben Frauen konnten bereits 16 Projekte unterstützen. (lr)

Wetzlarer Neue Zeitung, 15. Mai 2018, Seite 12

 

 

Erlös aus Lions-Adventskalenderaktion geht an Charly&Lotte

Stephanie Wagner (links) und Monika Stumpf (3.v. links) freuen sich über die großzügige Spende aus der Adventskalender-Aktion des Lions-Clubs Dillenburg-Schlossberg. Den Spenden-Scheck überreichen (hintere Reihe v.l.) Sybille Peter, Dr. Susanne Lenk-Amborn, Lucrezia Lucca und Joachim Dreher (Foto: privat)

 

Lions-Club Dillenburg-Schlossberg:

Der gesamte Erlös aus dem Verkauf des Lions-Adventskalenders geht in diesem Jahr an das Projekt Charly&Lotte in Wetzlar und kommt damit Kindern und Jugendlichen zugute, die in einer Trauersituation Hilfe benötigen. Dr. Susanne Lenk-Amborn vom Lions-Förderverein hat zusammen mit der Präsidentin des Lions-Clubs Dillenburg-Schlossberg Lucrezia Lucca einen Spendenscheck über 15.000 Euro an die Wetzlarer Hospizleiterinnen Monika Stumpf und Stephanie Wagner überreicht und damit große Freude ausgelöst.

Das Spendengeld stammt aus dem Verkauf von 3.000 Adventskalendern. Über 100 regionale Sponsoren haben die Kalender-Aktion tatkräftig mit großzügigen Sachspenden und Gutscheinen unterstützt. Auch in diesem Jahr wird wieder ein Lions-Adventskalender mit zahlreichen Gewinnmöglichkeiten angeboten.

Mit Charly&Lotte werden Kinder und Jugendliche und ihre Familien in ihrer Trauer begleitet. Die Kinder können in einer Trauergruppe, einer Kunsttherapie oder in Einzelberatung ihre Trauer verarbeiten, Eltern werden in einem Gesprächskreis parallel zur Kindergruppe begleitet. Für die betroffenen Familien entstehen keine Kosten. Weiterhin werden Menschen, die im beruflichen Umfeld Kontakt zu trauernden Kindern und Jugendlichen haben, in Seminaren weitergebildet. Charly&Lotte wird ausschließlich über Spenden finanziert.

 

Weitere Infos zu Charly&Lotte per Mail an trauerbegleitung(at)hospiz-mittelhessen.de oder telefonisch unter 0 64 41-2 09 26 0.

 

 

Trauernden Kindern helfen

Unterstützung fürs Projekt „Charly & Lotte“: „Menschen für Kinder“ hat Geld und ein Fußballtor gespendet.(Foto: Rühl)

MfK - 10 000 Euro für „Charly & Lotte“

Der in Solms ansässige Verein „Menschen für Kinder“ (MfK) hat das Projekt „Charly & Lotte“ des Hospiz Mittelhessen „Haus Emmaus“ mit 10 000 Euro und einem Fußballtor unterstützt.

Bei der Übergabe erläuterte Pressesprecher Stefan Zeiger, dass in dem Betrag auch der Erlös aus den beiden Heiligabend-Jugendgottesdiensten der Kirchengemeinden Steindorf und Albshausen steckt.

Das mobile Fußballtor hat Schreiner Dirk Schmidt (Oberbiel) gebaut und gespendet. Mit der Aufschrift hat sich die Druckerei Martiné (Oberbiel) an der Spende beteiligt.

Monika Stumpf von der Leitung des Haus Emmaus bedankte sich bei den Spendern. Nun gebe es die Möglichkeit, mit den von Leid und Trauer betroffenen Kindern und Jugendlichen auch einen sportlichen Ausgleich zu finden. Die zumeist ehrenamtlichen Mitarbeiter von „Charly & Lotte“ begleiten Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in ihrer Trauer über den Verlust eines lieben Menschen.(lr)

Wetzlarer Neue Zeitung, 30. April 2018, Seite 11

 

 

Aus Setzlingen erwächst Gutes

Pflanzenparade für das Haus Emmaus auf dem Parkplatz vor dem Hospiz. (Foto: Rühl)

BenefizAktion - In heimischen Gärten gezogene Pflanzen für das Hospiz verkauft

Erstmals hat das stationäre Hospiz „Haus Emmaus“ in Wetzlar eine Pflanzenparade ausgerichtet.

Hunderte von Blumen- und Gemüsepflanzen waren in einem auf dem Parkplatz aufgestellten Zelt aufgereiht.

 

Außerdem gab es Eintopf, Kaffee und Kuchen sowie kalte Getränke, die bei den heißen Temperaturen willkommen waren. Die Besucher nutzten die Angebote reichlich.

Fette Henne“, Chili und Kohl im Angebot

Wie Monika Stumpf von der Hospizleitung berichtete, war die Pflanzenparade ein ehrenamtlicher Einsatz der Mitarbeiter des Hauses. Sie hatten im Beet im heimischen Garten Weiß- oder Rotkohl, Chilischoten oder Brokkoli vorgezogen, um sie an den Mann und die Frau zu bringen.

„Fette Henne“ war einer der Namen der angebotenen Blumen. Rizinus, Lilien und Wicken sowie viele weitere Sorten ergänzten das Blumenangebot. Monika Stumpf wertete die Aktion als vollen Erfolg.

Die Mitarbeiter wollen die Veranstaltung im kommenden Jahr gerne wiederholen. Der Erlös der Aktion kommt der Hospizarbeit zugute.

In dem 2004 eröffneten Hospiz finden Sterbende und Schwerstkranke Aufnahme. Dafür stehen acht Plätze zur Verfügung. Das Haus auf dem Spilburg-Gelände ist zu 90 Prozent ausgelastet. (lr)

Wetzlarer Neue Zeitung, 25. April 2018, Seite 12

 

 

 

Lions-Ladies übergeben 9000 Euro

Spendenübergabe des Lions-Clubs „Charlotte Buff“ (erste Reihe, v.l.): Präsidentin Karin Köhler, Mathias Rau, Vorstand Diakonie Lahn Dill, Sigrid Kirdorf und Julia Steinert vom Frauenhaus Wetzlar sowie Monika Stumpf vom Hospiz Mittelhessen. Dahinter die Lions-Ladies. (Foto: privat)

Aktion - Verkaufserlös von Adventskalender an drei Organisationen übergeben

Der Lions-Club Wetzlar „Charlotte Buff“ unterstützt drei soziale Einrichtungen in Wetzlar: Mit ihrer Adventskalenderaktion haben die Lions-Ladies 9000 Euro für Frauenhaus, Diakonie und Hospiz eingenommen.

In der Vorweihnachtszeit wurde die achte Auflage des Charity-Kalenders rund 2000 Mal verkauft. Der Reinerlös aus dieser Aktion fließt in diesem Jahr gleich drei Organisationen zu.

Die aktuelle Präsidentin des Clubs, Karin Köhler, konnte insgesamt 9000 Euro an Spenden überreichen und hatte die Vertreter der begünstigten Organisationen zur Clubsitzung eingeladen, damit alle Lions-Ladies über die betreffenden Projekte informiert werden konnten.

Den ersten symbolischen Scheck über 3000 Euro durfte der hauptamtliche Vorstand der Diakonie Lahn Dill, Mathias Rau, entgegennehmen. Das Geld kommt dem Projekt „Verrückt? Na und!“ zugute, das Schüler und Auszubildende zwischen 14 und 25 Jahren für das Thema „Seelische Gesundheit“ sensibilisieren soll. Rund 550 junge Menschen wurden durch diese Aktionen der Diakonie Lahn Dill im vergangenen Jahr erreicht.

Weitere 3000 Euro erhält das Frauenhaus Wetzlar. Damit wollen die Ladies sowohl die Beratungs- und Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt als auch die Zufluchtsstätte mit 24 Plätzen für Frauen und Kinder unterstützen. Die Spende nahm Frauenhaus-Vorstandsmitglied Sigrid Kirdorf in Empfang.

Blind Date mit Scharly“ im Lottehof

Die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche mit dem Projekttitel „Charly & Lotte“ haben die Lions-Ladies von Beginn an begleitet. „Insofern spüren wir hier eine besondere Verpflichtung, diese wichtige Einrichtung dauerhaft zu fördern“, so Karin Köhler bei der Überreichung des dritten symbolischen Schecks an Monika Stumpf vom Hospiz Mittelhessen „Haus Emmaus“, bei dem „Charly & Lotte“ angesiedelt ist.

Gleichzeitig kündigte die Lions-Präsidentin die vierte Auflage von „Charity Charlotte“ an. Nach T-Shirt, Perlenarmband und Schmucktasche gibt es ein neues Accessoire in limitierter Auflage, entworfen von und für den Wetzlarer Service-Club.

Im Juni wird der Club die Wetzlarerinnen zum „Blind Date mit Scharly“ in den Lottehof einladen.

Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung werden in Kürze folgen. (red)

Wetzlarer Neue Zeitung, 24. April 2018, Seite 13

 

 

500 Euro für Hospiz Haus Emmaus

von links: Armin Hofmann, Volker Breustedt, Monika Stumpf, Daniel Hofmann, Marion Rühl (Foto: privat)

Es ist eine langjährige Tradition, dass die Hüttenberger SPD mit ihrem Stand beim Rechtenbacher Weihnachtsmarkt soziale und karitative Organisationen unterstützt. Beim Markt im letzten Jahr hatte die SPD für das Haus Emmaus gesammelt.

Anlässlich der Übergabe der Stand-Einnahmen trafen sich Mitglieder des Hüttenberger Vorstandes um Daniel Hofmann mit der Hospizleitung, Monika Stumpf, in den Räumen der Hospiz Mittelhessen gGmbH in der Charlotte-Bamberg-Straße in Wetzlar. Monika Stumpf freute sich über die Einnahmen in Höhe von 500 Euro, die die tägliche Arbeit des Haus Emmaus unterstützen. Da nicht alle Kosten von den Kassen übernommen werden, ist das Hospiz auf Zuwendungen angewiesen. Auch gestaltet sich die Renovierung des Hauses in der ehemaligen Spilburg-Kaserne aufgrund des Denkmalschutzes als sehr aufwendig. Nachdem Frau Stumpf den anwesenden Sozialdemokraten die Arbeit des Hospizes mit Überzeugung näher gebracht hat, waren diese sich sicher, dass jeder Cent eine gute Verwendung finden wird.

 

 

Kinder-Kleider-Börse Rittershausen spendet Erlös

v.l. Monika Stumpf, Lara-Sophie Debus, Carmen Fernandez, Leandro Noriega, Tanja Debus, Melina Fuhr, Petra Gießler

Im Februar fand wieder unsere begehrte Kinderkleider-u. Spielzeugbörse im Loh-Center statt. Dank vieler zahlreicher Einkäufer konnten wir eine tolle Summe zu gleichen Teilen an zwei sinnvolle Projekte spenden. Ein Teil unserer Spende ging an das Projekt "Antonia&John".

Der andere Teil des Erlöses wurde an "CHARLY+LOTTE" gespendet. Für die Spendenübergabe bei "Charly+Lotte" machten wir uns auf den Weg nach Wetzlar. Dort wurden wir herzlich empfangen und mit tollen Informationen und Eindrücken versorgt.

Vielen Dank dafür, liebes Charly+Lotte Team. Unser Dank gilt auch allen Einkäufern und Unterstützern unserer Börse.

Elterninitiative "Rotkäppchen"

Auf dem Feuerdrachen ins Land des Eises

„Sons of Muspell“ nennen sich (v.l.) Malte Speth, Jonas Kurtscheid, Christian Teichner und Philipp Tzekas. (Foto: Glotz)

ABENTEUER - Vier Wetzlarer wollen mit einem Feuerwehrauto für den guten Zweck ans Nordkap fahren

Es ist ein Urlaub, ein Abenteuer, eine Spendentour und ein Beweis der Freundschaft: Im Sommer fahren Jonas, Malte, Christian und Philipp mit einem Auto, das jahrzehntelang als Lebensretter diente, zum nördlichen Ende des Kontinents.

Von Malte Glotz

„Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte“ – dieser allzu bekannte Ausspruch gilt viel zu selten. Meist freut sich keiner. Das ist in dieser Geschichte anders. Auch wenn sich hier vier stritten. Sie stritten um einen alten Mercedes 408, Baujahr 1974, mit Metz-Aufbau. Ein Feuerwehrauto, wie es klassischer nicht mehr geht. Jahrzehntelang war es in St. Wendel gefahren, nördliches Saarland. Nun war der Wagen ausgemustert. Historisch erhalten oder zum Wohnmobil ausbauen? Eine Entscheidung ist nie gefallen – ein Verkauf galt dem Erhalt der Freundschaft der streitenden vier.

Und so schlugen vier andere Freunde zu, die ganz genau wissen, was sie mit dem betagten Lebensretter anstellen wollen. Das eigene Leben genießen. Das Leben anderer ein klein wenig verbessern. Jonas Kurtscheid, Malte Speth, Christian Teichner und Philipp Tzekas wollen im Sommer ans Nordkap reisen, in dem Bus und mit einem möglichst prall gefüllten Spendenkonto, dessen Inhalt nach der Rallye „Baltic Sea Circle“ wieder zurück in die Region fließt.

„Wir haben das kurz vor Weihnachten eigentlich ganz spontan entschlossen“, sagt Christian. Philipp hatte im sozialen Netzwerk Facebook einen Artikel über den „Baltic Sea Circle“ gesehen. Schnell war man sich einig, das sei doch eine ebenso coole wie sinnvolle Sache. Und dann war da dieses Auto. „Dass wir da nicht mit so einem normalen Wagen wie die anderen mitmachen wollen, das war von Anfang an klar“, sagt Philipp. Also schlugen sie zu. Bei „Grisu“, wie die vier Endzwanziger den Wagen nennen. „Grisu“, wie der kleine Zeichentrick-Drache, der Feuerwehrmann werden will.

Ziemlich angegilbt war „Grisu“ direkt nach dem Kauf. (Foto: Glotz)
Jeder hilft, wo er kann: Malte putzt die Scheiben des Mercedes...
... während Christian sich am erstaunlich kleinen Motor zu schaffen macht.(Fotos: Glotz)

Die vier Abenteurer sammeln Geld für wohltätige Projekte aus Wetzlar und Leun

Einige Bedingungen müssen die Rallye-Fahrer für ihre Nordkap-Fahrt erfüllen. Darunter: Das Fahrzeug darf nicht teurer als 2000 Euro sein. Und es muss ein Oldtimer sein. Beides erfüllt „Grisu“ – „er bekommt auf jeden Fall ein H-Kennzeichen“, sagt Christian. 1900 Euro hat der Trumm als Rohdiamant gekostet. Ein Mehrfaches müssen die Abenteurer noch reinstecken. Das wiederum erhöht Startgeld und Spendensumme, die sie bis zum Start im Juni für den guten Zweck nachweisen müssen.

Doch da sind sie durchaus frohen Mutes. „Uns gefällt, dass wir aus dem unvernünftigen Vergnügen ein vernünftiges machen“, sagt Philipp. Sie sammeln Geld für die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche des Projekts „Charly & Lotte“ sowie für die „Himalayan Care Foundation“ aus Leun, die in Nepal Schulen baut. Noch liegen sie nur im mittleren dreistelligen Bereich. Doch noch haben sie ja mit dem Sammeln noch gar nicht richtig begonnen. Denn bislang galt ihr Augenmerk vor allem dem Auto „Grisu“.

„Wir haben hier schon bei Regen und Schnee und bei Frost gearbeitet“, sagt Jonas. Anekdote von Malte: „Bei Minusgraden haben wir den Wagen neu lackiert. Einer hat gesprüht und die anderen haben die eiskalten Dosen unter den Achseln angewärmt.“ Denn frische Farbe musste auf nicht minder frisches Blech – durchgerostet war das Feuerwehrauto beim Kauf: die Radkästen, die Trittleisten unter den Türen. „Das Heck haben wir komplett neu gemacht“, erklärt KFZ-Meister Christian.

Und auch unter dem Fahrzeug musste fast alles neu gemacht werden. Jetzt ist „Grisu“ rot und bereit für den Innenausbau. Der hat es in sich: Vier Männer brauchen Platz für 16 gemeinsame Tage – und Nächte. „Wenn es danach immer noch klappt zwischen uns, dann wissen wir, dass die Freundschaft hält“, sagt Philipp und lacht.

Dabei haben sie es in ihrem künftigen Camper luxuriös großräumig. Rund 6,5 Quadratmeter Platz haben die vier Bastler im Inneren, nur für Küche und Betten. Die sollen zumindest zum Teil variabel sei, um auch einen gemütlichen Abend zu ermöglichen. Zu kalt sollte es im Juni im Freien allerdings nicht werden: Die Rollläden, hinter denen über Jahre die lebensrettende Ausrüstung der Brandschützer ihres Einsatzes harrte, wollen die Wetzlarer genau so belassen. Sie können das Heck ihres „Grisu“ also beinahe in eine Freiluft-Lounge verwandeln. Gedämmt ist dort im Gegenzug natürlich nichts.

Mit weniger als 100 Kilometer in der Stunde geht es 7500 Kilometer rund um die Ostsee

Auf dem Auto gab und gibt es sogar eine Terrasse. Für Rettungseinsätze war die unerlässlich, zum Löschen, zum Ausleuchten etwa. Die Jungs wollen dort die Ersatzreifen lagern, einen großen Wassertank – und eben tatsächlich eine Terrasse behalten, um Abends, an der Ostsee, einen Drink mit spektakulärer Aussicht genießen zu können. Denn um das Binnenmeer geht es einmal herum.

Start ist am 16. Juni am Fischmarkt in Hamburg. „Unser Plan ist es, zur Sommersonnenwende am Nordkap zu sein“, sagt Philipp. Über Dänemark und Schweden geht es ans norwegische Kap. Und am eigentlichen „Ziel“ angekommen, beginnt der größere Teil der Tour erst: Über Russland, das Baltikum und Polen fahren sie zurück nach Hamburg, wo sie am 1. Juli wieder ankommen wollen.

„Die Voraussetzung ist: keine Autobahn, kein Navi“, sagt Christian. Mit 80 bis 100 Sachen dürfen sie im Schnitt reisen. „Es wird aber auch mal nur mit 60 vorwärts gehen“, sagt der KFZ-Meister, der derzeit noch als Einziger den Laster fahren darf. Der muss noch abgelastet werden, damit jeder hinter das Steuer darf. Nur eine von vielen Aufgaben, die noch zu erledigen sind.

Die Wichtigste wohl: das Vermarkten. „Grisu“ soll ein Hingucker werden. Feuerwehr-Auto im Rallye-Look. Beklebt mit Bannern und Logos von Firmen aus der Region. Wetzlar am Nordkap – als spektakulärstes aller gut 250 Teams.

Wetzlarer Neue Zeitung, 4. März 2018, Seite 11

 

 






Weller spendet an Hospiz Mittelhessen

Die Spendenübergabe an das Hospiz Haus Emmaus (v.l.): Michelle Bodenbender, Horst Weller und Monika Stumpf. (Foto: D. Schneider)

Übergabe - Spendengeld wird aufgeteilt

Anlässlich seines 80. Geburtstag spendet Horst Weller 1700 Euro an das Hospiz Haus Emmaus in Wetzlar.

Hospizleiterin Monika Stumpf ist überrascht. Eigentlich sollten es 200 Euro weniger sein. „Ich habe alles, was ich brauche und es ist für einen guten Zweck“, sagt Weller grinsend. Der Seniorchef des Autohauses Weller unterstützt das Haus seit 14 Jahren.

Das Hospiz ist auf Spenden angewiesen. Das Projekt „Charly und Lotte“ finanziert sich beispielsweise nur durch Spenden. „Es ist ein tolles Projekt, das Kindern zeigt, wie sie mit ihrer Trauer nach dem Verlust einer geliebten Person umgehen können, so dass sie auch auf lange Sicht mit ihren Gefühlen umzugehen lernen“, erklärt Michelle Bodenbender, angehende Sozialarbeiterin. Sie findet schade, dass das Projekt nicht von den Kassen unterstützt wird.

Die Spendensumme wird aufgeteilt. Die eine Hälfte kommt dem Projekt „Charly und Lotte“ zu Gute. „So können die Kinder noch länger mit der Kunsttherapeutin arbeiten“, sagt Stumpf.

Mit der anderen Hälfte wird die Lärmschutzdämmung der Decke erneuert, damit das Haus nicht mehr so hellhörig ist. (ds)

Wetzlarer Neue Zeitung, 16. März 2018, Seite 12

 

 

Sparkassen-Rentner fördern Hospiz-Projekt

Spenden für Projekt „Charly & Lotte“ (v.l.): Petra Gießler, Klaus Michl, Sprecher der Rentner-Vereinigung der Sparkasse Wetzlar, und Michelle Bodenbender (Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr). (Foto: privat)

1000 Euro für „Charly & Lotte“ und deren Trauerarbeit mit Kindern

Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt die Rentner-Vereinigung der Sparkasse Wetzlar das Projekt „Charly & Lotte“ des Hospiz Mittelhessen.

Klaus Michl, Sprecher der Sparkassen-Rentner, überreichte die Zuwendung an Petra Gießler, die Koordinatorin von „Charly & Lotte“.

Es ist eine langjährige Tradition, dass die „Ehemaligen“ der Sparkasse jährlich eine gemeinnützige und karitative Einrichtung oder ein soziales Projekt in der Region mit einer Spende unterstützen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf „Charly & Lotte“. Gießler berichtete über die Projektarbeit unter dem Dach der gemeinnützigen GmbH Hospiz Mittelhessen.

Im Fokus der Arbeit steht die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Wenn diese miterleben müssen, dass ein geliebter Mensch stirbt, brauchen sie besonderen Schutz und Unterstützung. Das Angebot umfasst Beratung, Einzeltrauerbegleitung und Trauerbegleitung in altersgerechten Gruppen.

Zum Team von Petra Gießler gehören 14 Trauerbegleiterinnen, Kunst- und Musiktherapeuten, die auf ehrenamtlicher Basis arbeiten. „Charly & Lotte wird ausschließlich durch Spenden finanziert. (red)

Wetzlarer Neue Zeitung, 15. März 2018, Seite 12

 

 

Leid geht auch Pflegepersonal unter die Haut

Über 100 Teilnehmer diskutieren während des elften Wetzlarer Hospiz-Forums über die Belastung für Pflegende
Von Werner Volkmar

Über 100 Teilnehmer, die meisten selbst in der Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt erfahren, verfolgten die Referate und diskutierten miteinander.(Foto: Volkmar)

„Halt geben am Lebensende – wie halten wir das durch?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des elften Hospiz-Forums in Wetzlar. 100 Teilnehmer, viele selbst engagiert in der Begleitung von Menschen während ihres letzten Lebensabschnitts, tauschten sich aus.

Der Vorsitzende des Förderkreises Hospiz-Mittelhessen, Professor Günther Brobmann, begrüßte die Teilnehmer des Forums am Samstag im Tasch’s Wirtshaus, unter ihnen auch der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), und Landtagsabgeordneter Frank Steinraths (CDU). Wagner dankte allen Pflegekräften, die in der Hospizarbeit tätig sind. Nur deren Engagement sei es zu verdanken, dass etwa im Hospiz in Wetzlar sterbenskranke Menschen ihre letzten Lebenstage gut behütet verbringen können.

Dank ist zwar eine große Motivation – trotzdem kann die Arbeit leicht zur Belastung werden

„Was uns belastet und was uns trägt“, unter diesem Titel berichteten die Pflegefachkräfte Stefanie Dzewas und Karin Klug-Dewald, die seit 13 Jahren im Hospiz „Haus Emmaus“ in der Spilburg tätig sind. „Wir sind eigentlich Mädchen für alles, was im Hospiz anfällt“, beschrieb Stefanie Dzewas. Pflege der Gäste, Begleitung der Sterbenden, Gespräche mit den Angehörigen, die nicht wahrhaben wollen, dass der Lebensweg ihres Familienmitgliedes dem Ende zugeht und er beispielsweise kein Essen mehr will. Dazu kommen Teamgespräche, in denen Patientenakten erörtert werden; in denen aber auch Zeit besteht, eigene Probleme darzulegen.

Karin Klug-Dewald berichtete von Hospizgast Rita, 66 Jahre alt. „Sie wollte bei uns so leben, wie sie es von zu Hause gewöhnt war. Dazu gehörte das Rauchen, täglich ein Gläschen Wein und ihre Lieblingsspeisen. Wir haben ihr, so gut es ging, alle Wünsche erfüllt.“ Doch Ritas Schmerzen hätten täglich zugenommen, Wunden seien aufgebrochen. Eine starke Belastung auch für das Pflegeteam, zumal eine sehr lange Sterbezeit folgte. „Wir erhalten viel Dankbarkeit von den Gästen und deren Angehörigen“, berichtete Klug-Dewald. Das ist für uns, aber auch für die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus Emmaus, eine besondere Motivation, die aufbaut.

Dennoch: „Wie viel Tode verträgt eigentlich ein Pflegeteam? Wie wirkt sich der Umgang mit dem täglichen Sterben auf das Beziehungs- und Stressgefühl aus“? Diese Fragen sprach Dr. Swantje Goebel vom Hospiz-Verein Bergstraße an. Die Versorgung und Pflege des Gastes bis zu seinem Sterben sei oft ein langer Prozess. Sie könne für einen Begleiter schnell zur Last werden, die er nicht einfach abschütteln kann. Das Gefühl solle man zeigen dürfen. Dabei spiele die Zugehörigkeit zum Team eine wichtige Rolle: Es müsse die Möglichkeit geben, kürzer zu treten, wenn es einem nicht gut geht. „Das wird ein gutes Team mittragen. „

Humor ist wichtig, auch wenn man es mit Todkranken zu tun hat: (v. l.) Stefanie Dzewas, Karin Klug-Dewald und Swantje Goebel berichteten von der Arbeit im Hospizteam.(Foto: Volkmar)

„Wir brauchen immer viel Schokolade im Haus, denn die stärkt die Nerven. Und auch der Humor kommt trotz allen Leids zu seinem Recht“, sagte Karin Klug-Dewald und nannte eine Begebenheit als Beispiel: „Kommt ein Gast in unsere Küche und fragt, wo kann ich hier meinen Löffel abgeben?“

Psychologin Elisabeth Grotmann aus Braunfels sprach darüber, was jeder selbst tun kann, um die Belastung der Hospizarbeit auszuhalten. Im Dialog mit dem Team könne viel aufgefangen werden. Jeder sollte seine Aufgaben im abgesprochenen Umfang ausüben, aber seine Schwierigkeiten nicht verbergen. Betroffenheit könne ein Auslöser sein, um das Leben stimmiger zu machen: „Der Glaube daran, dass es sich lohnt, den Sinn des Lebens zu erkennen und entsprechend zu handeln, kann motivieren.“

Professor Traugott Roser (Münster) sprach zum Thema „Professionalität und persönliche Betroffenheit“. Was, wenn der Mitarbeiter eines Hospizes selbst zum Trauernden wird, weil zum Beispiel ein Partner gestorben ist? Roser riet zum offenen Gespräch mit der Teamleitung, in dem neben dem Gemütszustand der Betroffenen auch dessen Bedürfnisse angesprochen werden müssen. Oft helfe dabei auch eine Teamsupervision. Dabei muss es auch um die Frage gehen: „Wie viel Tod verträgt ein Trauernder in unserem Team?“

Denn Abschluss bildete eine ausgiebige Aussprache mit Rückfragen an die Referentinnen und den Referenten.

Wetzlarer Neue Zeitung, 6. November 2017, Seite 13

 

 

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