Fortbildungen

Programm für 2018

Auch für die Palliative Fachweiterbildung Pflege gibt es noch einen weiteren Kurs in 2018:

PC-W 23 von Juni - Dezember 2018

Charly & Lotte - Fortbildungsangebote

Die Termine der Trauergruppen für Kinder und Jugendliche ebenso wie für die Kunsttherapie finden Sie hier

 

 

500 Euro für Hospiz Haus Emmaus

von links: Armin Hofmann, Volker Breustedt, Monika Stumpf, Daniel Hofmann, Marion Rühl (Foto: privat)

Es ist eine langjährige Tradition, dass die Hüttenberger SPD mit ihrem Stand beim Rechtenbacher Weihnachtsmarkt soziale und karitative Organisationen unterstützt. Beim Markt im letzten Jahr hatte die SPD für das Haus Emmaus gesammelt.

Anlässlich der Übergabe der Stand-Einnahmen trafen sich Mitglieder des Hüttenberger Vorstandes um Daniel Hofmann mit der Hospizleitung, Monika Stumpf, in den Räumen der Hospiz Mittelhessen gGmbH in der Charlotte-Bamberg-Straße in Wetzlar. Monika Stumpf freute sich über die Einnahmen in Höhe von 500 Euro, die die tägliche Arbeit des Haus Emmaus unterstützen. Da nicht alle Kosten von den Kassen übernommen werden, ist das Hospiz auf Zuwendungen angewiesen. Auch gestaltet sich die Renovierung des Hauses in der ehemaligen Spilburg-Kaserne aufgrund des Denkmalschutzes als sehr aufwendig. Nachdem Frau Stumpf den anwesenden Sozialdemokraten die Arbeit des Hospizes mit Überzeugung näher gebracht hat, waren diese sich sicher, dass jeder Cent eine gute Verwendung finden wird.

 

 

Kinder-Kleider-Börse Rittershausen spendet Erlös

v.l. Monika Stumpf, Lara-Sophie Debus, Carmen Fernandez, Leandro Noriega, Tanja Debus, Melina Fuhr, Petra Gießler

Im Februar fand wieder unsere begehrte Kinderkleider-u. Spielzeugbörse im Loh-Center statt. Dank vieler zahlreicher Einkäufer konnten wir eine tolle Summe zu gleichen Teilen an zwei sinnvolle Projekte spenden. Ein Teil unserer Spende ging an das Projekt "Antonia&John".

Der andere Teil des Erlöses wurde an "CHARLY+LOTTE" gespendet. Für die Spendenübergabe bei "Charly+Lotte" machten wir uns auf den Weg nach Wetzlar. Dort wurden wir herzlich empfangen und mit tollen Informationen und Eindrücken versorgt.

Vielen Dank dafür, liebes Charly+Lotte Team. Unser Dank gilt auch allen Einkäufern und Unterstützern unserer Börse.

Elterninitiative "Rotkäppchen"

Auf dem Feuerdrachen ins Land des Eises

„Sons of Muspell“ nennen sich (v.l.) Malte Speth, Jonas Kurtscheid, Christian Teichner und Philipp Tzekas. (Foto: Glotz)

ABENTEUER - Vier Wetzlarer wollen mit einem Feuerwehrauto für den guten Zweck ans Nordkap fahren

Es ist ein Urlaub, ein Abenteuer, eine Spendentour und ein Beweis der Freundschaft: Im Sommer fahren Jonas, Malte, Christian und Philipp mit einem Auto, das jahrzehntelang als Lebensretter diente, zum nördlichen Ende des Kontinents.

Von Malte Glotz

„Wenn zwei sich streiten, dann freut sich der Dritte“ – dieser allzu bekannte Ausspruch gilt viel zu selten. Meist freut sich keiner. Das ist in dieser Geschichte anders. Auch wenn sich hier vier stritten. Sie stritten um einen alten Mercedes 408, Baujahr 1974, mit Metz-Aufbau. Ein Feuerwehrauto, wie es klassischer nicht mehr geht. Jahrzehntelang war es in St. Wendel gefahren, nördliches Saarland. Nun war der Wagen ausgemustert. Historisch erhalten oder zum Wohnmobil ausbauen? Eine Entscheidung ist nie gefallen – ein Verkauf galt dem Erhalt der Freundschaft der streitenden vier.

Und so schlugen vier andere Freunde zu, die ganz genau wissen, was sie mit dem betagten Lebensretter anstellen wollen. Das eigene Leben genießen. Das Leben anderer ein klein wenig verbessern. Jonas Kurtscheid, Malte Speth, Christian Teichner und Philipp Tzekas wollen im Sommer ans Nordkap reisen, in dem Bus und mit einem möglichst prall gefüllten Spendenkonto, dessen Inhalt nach der Rallye „Baltic Sea Circle“ wieder zurück in die Region fließt.

„Wir haben das kurz vor Weihnachten eigentlich ganz spontan entschlossen“, sagt Christian. Philipp hatte im sozialen Netzwerk Facebook einen Artikel über den „Baltic Sea Circle“ gesehen. Schnell war man sich einig, das sei doch eine ebenso coole wie sinnvolle Sache. Und dann war da dieses Auto. „Dass wir da nicht mit so einem normalen Wagen wie die anderen mitmachen wollen, das war von Anfang an klar“, sagt Philipp. Also schlugen sie zu. Bei „Grisu“, wie die vier Endzwanziger den Wagen nennen. „Grisu“, wie der kleine Zeichentrick-Drache, der Feuerwehrmann werden will.

Ziemlich angegilbt war „Grisu“ direkt nach dem Kauf. (Foto: Glotz)
Jeder hilft, wo er kann: Malte putzt die Scheiben des Mercedes...
... während Christian sich am erstaunlich kleinen Motor zu schaffen macht.(Fotos: Glotz)

Die vier Abenteurer sammeln Geld für wohltätige Projekte aus Wetzlar und Leun

Einige Bedingungen müssen die Rallye-Fahrer für ihre Nordkap-Fahrt erfüllen. Darunter: Das Fahrzeug darf nicht teurer als 2000 Euro sein. Und es muss ein Oldtimer sein. Beides erfüllt „Grisu“ – „er bekommt auf jeden Fall ein H-Kennzeichen“, sagt Christian. 1900 Euro hat der Trumm als Rohdiamant gekostet. Ein Mehrfaches müssen die Abenteurer noch reinstecken. Das wiederum erhöht Startgeld und Spendensumme, die sie bis zum Start im Juni für den guten Zweck nachweisen müssen.

Doch da sind sie durchaus frohen Mutes. „Uns gefällt, dass wir aus dem unvernünftigen Vergnügen ein vernünftiges machen“, sagt Philipp. Sie sammeln Geld für die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche des Projekts „Charly & Lotte“ sowie für die „Himalayan Care Foundation“ aus Leun, die in Nepal Schulen baut. Noch liegen sie nur im mittleren dreistelligen Bereich. Doch noch haben sie ja mit dem Sammeln noch gar nicht richtig begonnen. Denn bislang galt ihr Augenmerk vor allem dem Auto „Grisu“.

„Wir haben hier schon bei Regen und Schnee und bei Frost gearbeitet“, sagt Jonas. Anekdote von Malte: „Bei Minusgraden haben wir den Wagen neu lackiert. Einer hat gesprüht und die anderen haben die eiskalten Dosen unter den Achseln angewärmt.“ Denn frische Farbe musste auf nicht minder frisches Blech – durchgerostet war das Feuerwehrauto beim Kauf: die Radkästen, die Trittleisten unter den Türen. „Das Heck haben wir komplett neu gemacht“, erklärt KFZ-Meister Christian.

Und auch unter dem Fahrzeug musste fast alles neu gemacht werden. Jetzt ist „Grisu“ rot und bereit für den Innenausbau. Der hat es in sich: Vier Männer brauchen Platz für 16 gemeinsame Tage – und Nächte. „Wenn es danach immer noch klappt zwischen uns, dann wissen wir, dass die Freundschaft hält“, sagt Philipp und lacht.

Dabei haben sie es in ihrem künftigen Camper luxuriös großräumig. Rund 6,5 Quadratmeter Platz haben die vier Bastler im Inneren, nur für Küche und Betten. Die sollen zumindest zum Teil variabel sei, um auch einen gemütlichen Abend zu ermöglichen. Zu kalt sollte es im Juni im Freien allerdings nicht werden: Die Rollläden, hinter denen über Jahre die lebensrettende Ausrüstung der Brandschützer ihres Einsatzes harrte, wollen die Wetzlarer genau so belassen. Sie können das Heck ihres „Grisu“ also beinahe in eine Freiluft-Lounge verwandeln. Gedämmt ist dort im Gegenzug natürlich nichts.

Mit weniger als 100 Kilometer in der Stunde geht es 7500 Kilometer rund um die Ostsee

Auf dem Auto gab und gibt es sogar eine Terrasse. Für Rettungseinsätze war die unerlässlich, zum Löschen, zum Ausleuchten etwa. Die Jungs wollen dort die Ersatzreifen lagern, einen großen Wassertank – und eben tatsächlich eine Terrasse behalten, um Abends, an der Ostsee, einen Drink mit spektakulärer Aussicht genießen zu können. Denn um das Binnenmeer geht es einmal herum.

Start ist am 16. Juni am Fischmarkt in Hamburg. „Unser Plan ist es, zur Sommersonnenwende am Nordkap zu sein“, sagt Philipp. Über Dänemark und Schweden geht es ans norwegische Kap. Und am eigentlichen „Ziel“ angekommen, beginnt der größere Teil der Tour erst: Über Russland, das Baltikum und Polen fahren sie zurück nach Hamburg, wo sie am 1. Juli wieder ankommen wollen.

„Die Voraussetzung ist: keine Autobahn, kein Navi“, sagt Christian. Mit 80 bis 100 Sachen dürfen sie im Schnitt reisen. „Es wird aber auch mal nur mit 60 vorwärts gehen“, sagt der KFZ-Meister, der derzeit noch als Einziger den Laster fahren darf. Der muss noch abgelastet werden, damit jeder hinter das Steuer darf. Nur eine von vielen Aufgaben, die noch zu erledigen sind.

Die Wichtigste wohl: das Vermarkten. „Grisu“ soll ein Hingucker werden. Feuerwehr-Auto im Rallye-Look. Beklebt mit Bannern und Logos von Firmen aus der Region. Wetzlar am Nordkap – als spektakulärstes aller gut 250 Teams.

Wetzlarer Neue Zeitung, 4. März 2018, Seite 11

 

 






Weller spendet an Hospiz Mittelhessen

Die Spendenübergabe an das Hospiz Haus Emmaus (v.l.): Michelle Bodenbender, Horst Weller und Monika Stumpf. (Foto: D. Schneider)

Übergabe - Spendengeld wird aufgeteilt

Anlässlich seines 80. Geburtstag spendet Horst Weller 1700 Euro an das Hospiz Haus Emmaus in Wetzlar.

Hospizleiterin Monika Stumpf ist überrascht. Eigentlich sollten es 200 Euro weniger sein. „Ich habe alles, was ich brauche und es ist für einen guten Zweck“, sagt Weller grinsend. Der Seniorchef des Autohauses Weller unterstützt das Haus seit 14 Jahren.

Das Hospiz ist auf Spenden angewiesen. Das Projekt „Charly und Lotte“ finanziert sich beispielsweise nur durch Spenden. „Es ist ein tolles Projekt, das Kindern zeigt, wie sie mit ihrer Trauer nach dem Verlust einer geliebten Person umgehen können, so dass sie auch auf lange Sicht mit ihren Gefühlen umzugehen lernen“, erklärt Michelle Bodenbender, angehende Sozialarbeiterin. Sie findet schade, dass das Projekt nicht von den Kassen unterstützt wird.

Die Spendensumme wird aufgeteilt. Die eine Hälfte kommt dem Projekt „Charly und Lotte“ zu Gute. „So können die Kinder noch länger mit der Kunsttherapeutin arbeiten“, sagt Stumpf.

Mit der anderen Hälfte wird die Lärmschutzdämmung der Decke erneuert, damit das Haus nicht mehr so hellhörig ist. (ds)

Wetzlarer Neue Zeitung, 16. März 2018, Seite 12

 

 

Sparkassen-Rentner fördern Hospiz-Projekt

Spenden für Projekt „Charly & Lotte“ (v.l.): Petra Gießler, Klaus Michl, Sprecher der Rentner-Vereinigung der Sparkasse Wetzlar, und Michelle Bodenbender (Mitarbeiterin im Freiwilligen Sozialen Jahr). (Foto: privat)

1000 Euro für „Charly & Lotte“ und deren Trauerarbeit mit Kindern

Mit einer Spende in Höhe von 1000 Euro unterstützt die Rentner-Vereinigung der Sparkasse Wetzlar das Projekt „Charly & Lotte“ des Hospiz Mittelhessen.

Klaus Michl, Sprecher der Sparkassen-Rentner, überreichte die Zuwendung an Petra Gießler, die Koordinatorin von „Charly & Lotte“.

Es ist eine langjährige Tradition, dass die „Ehemaligen“ der Sparkasse jährlich eine gemeinnützige und karitative Einrichtung oder ein soziales Projekt in der Region mit einer Spende unterstützen. In diesem Jahr fiel die Wahl auf „Charly & Lotte“. Gießler berichtete über die Projektarbeit unter dem Dach der gemeinnützigen GmbH Hospiz Mittelhessen.

Im Fokus der Arbeit steht die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Wenn diese miterleben müssen, dass ein geliebter Mensch stirbt, brauchen sie besonderen Schutz und Unterstützung. Das Angebot umfasst Beratung, Einzeltrauerbegleitung und Trauerbegleitung in altersgerechten Gruppen.

Zum Team von Petra Gießler gehören 14 Trauerbegleiterinnen, Kunst- und Musiktherapeuten, die auf ehrenamtlicher Basis arbeiten. „Charly & Lotte wird ausschließlich durch Spenden finanziert. (red)

Wetzlarer Neue Zeitung, 15. März 2018, Seite 12

 

 

Leid geht auch Pflegepersonal unter die Haut

Über 100 Teilnehmer diskutieren während des elften Wetzlarer Hospiz-Forums über die Belastung für Pflegende
Von Werner Volkmar

Über 100 Teilnehmer, die meisten selbst in der Begleitung von Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt erfahren, verfolgten die Referate und diskutierten miteinander.(Foto: Volkmar)

„Halt geben am Lebensende – wie halten wir das durch?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des elften Hospiz-Forums in Wetzlar. 100 Teilnehmer, viele selbst engagiert in der Begleitung von Menschen während ihres letzten Lebensabschnitts, tauschten sich aus.

Der Vorsitzende des Förderkreises Hospiz-Mittelhessen, Professor Günther Brobmann, begrüßte die Teilnehmer des Forums am Samstag im Tasch’s Wirtshaus, unter ihnen auch der Schirmherr der Veranstaltung, Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD), und Landtagsabgeordneter Frank Steinraths (CDU). Wagner dankte allen Pflegekräften, die in der Hospizarbeit tätig sind. Nur deren Engagement sei es zu verdanken, dass etwa im Hospiz in Wetzlar sterbenskranke Menschen ihre letzten Lebenstage gut behütet verbringen können.

Dank ist zwar eine große Motivation – trotzdem kann die Arbeit leicht zur Belastung werden

„Was uns belastet und was uns trägt“, unter diesem Titel berichteten die Pflegefachkräfte Stefanie Dzewas und Karin Klug-Dewald, die seit 13 Jahren im Hospiz „Haus Emmaus“ in der Spilburg tätig sind. „Wir sind eigentlich Mädchen für alles, was im Hospiz anfällt“, beschrieb Stefanie Dzewas. Pflege der Gäste, Begleitung der Sterbenden, Gespräche mit den Angehörigen, die nicht wahrhaben wollen, dass der Lebensweg ihres Familienmitgliedes dem Ende zugeht und er beispielsweise kein Essen mehr will. Dazu kommen Teamgespräche, in denen Patientenakten erörtert werden; in denen aber auch Zeit besteht, eigene Probleme darzulegen.

Karin Klug-Dewald berichtete von Hospizgast Rita, 66 Jahre alt. „Sie wollte bei uns so leben, wie sie es von zu Hause gewöhnt war. Dazu gehörte das Rauchen, täglich ein Gläschen Wein und ihre Lieblingsspeisen. Wir haben ihr, so gut es ging, alle Wünsche erfüllt.“ Doch Ritas Schmerzen hätten täglich zugenommen, Wunden seien aufgebrochen. Eine starke Belastung auch für das Pflegeteam, zumal eine sehr lange Sterbezeit folgte. „Wir erhalten viel Dankbarkeit von den Gästen und deren Angehörigen“, berichtete Klug-Dewald. Das ist für uns, aber auch für die 25 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Haus Emmaus, eine besondere Motivation, die aufbaut.

Dennoch: „Wie viel Tode verträgt eigentlich ein Pflegeteam? Wie wirkt sich der Umgang mit dem täglichen Sterben auf das Beziehungs- und Stressgefühl aus“? Diese Fragen sprach Dr. Swantje Goebel vom Hospiz-Verein Bergstraße an. Die Versorgung und Pflege des Gastes bis zu seinem Sterben sei oft ein langer Prozess. Sie könne für einen Begleiter schnell zur Last werden, die er nicht einfach abschütteln kann. Das Gefühl solle man zeigen dürfen. Dabei spiele die Zugehörigkeit zum Team eine wichtige Rolle: Es müsse die Möglichkeit geben, kürzer zu treten, wenn es einem nicht gut geht. „Das wird ein gutes Team mittragen. „

Humor ist wichtig, auch wenn man es mit Todkranken zu tun hat: (v. l.) Stefanie Dzewas, Karin Klug-Dewald und Swantje Goebel berichteten von der Arbeit im Hospizteam.(Foto: Volkmar)

„Wir brauchen immer viel Schokolade im Haus, denn die stärkt die Nerven. Und auch der Humor kommt trotz allen Leids zu seinem Recht“, sagte Karin Klug-Dewald und nannte eine Begebenheit als Beispiel: „Kommt ein Gast in unsere Küche und fragt, wo kann ich hier meinen Löffel abgeben?“

Psychologin Elisabeth Grotmann aus Braunfels sprach darüber, was jeder selbst tun kann, um die Belastung der Hospizarbeit auszuhalten. Im Dialog mit dem Team könne viel aufgefangen werden. Jeder sollte seine Aufgaben im abgesprochenen Umfang ausüben, aber seine Schwierigkeiten nicht verbergen. Betroffenheit könne ein Auslöser sein, um das Leben stimmiger zu machen: „Der Glaube daran, dass es sich lohnt, den Sinn des Lebens zu erkennen und entsprechend zu handeln, kann motivieren.“

Professor Traugott Roser (Münster) sprach zum Thema „Professionalität und persönliche Betroffenheit“. Was, wenn der Mitarbeiter eines Hospizes selbst zum Trauernden wird, weil zum Beispiel ein Partner gestorben ist? Roser riet zum offenen Gespräch mit der Teamleitung, in dem neben dem Gemütszustand der Betroffenen auch dessen Bedürfnisse angesprochen werden müssen. Oft helfe dabei auch eine Teamsupervision. Dabei muss es auch um die Frage gehen: „Wie viel Tod verträgt ein Trauernder in unserem Team?“

Denn Abschluss bildete eine ausgiebige Aussprache mit Rückfragen an die Referentinnen und den Referenten.

Wetzlarer Neue Zeitung, 6. November 2017, Seite 13

 

 

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