In eigener Sache...

...wir müssen und wollen unser Haus erweitern!

So soll er aussehen, der Anbau:

Über die Gründe, Möglichkeiten, Chancen und Kosten informieren wir Sie in diesem Flyer.

Bitte helfen Sie uns und den betroffenen Menschen in unserer Heimat durch Ihre Spende. Wenig oder viel, klein oder groß, jeder Euro und jede Aktion zum Spendensammeln hilft uns ein Stück weiter. 
Vielen Dank.

 

Hospizforum - Ausgebucht

Am 09. November 2019 findet wieder das alljährliche Hospizforum statt. Dieses Jahr steht es unter dem Motto: "Sorgeorientierung am Lebensende" und befasst sich mit den Themen "Sterbefasten" und "Palliative Sedierung".

Leider gibt es keine freien Plätze mehr!

Fortbildungen

Das neue Fort- und Weiterbildungs-Programm für 2020 ist fertig geplant und liegt nun vor. Schauen Sie, blättern Sie und melden sich an. Alle Infos dazu gibt es hier.

Aber auch in 2019 sind noch nicht alle Fort- und Weiterbildungen durchgeführt:
Lernen voneinander - füreinander 

Der nächste Kurs mit freien Plätzen für die Palliative Care Fachweiterbildung Pflege beginnt im Februar 2020. Hier finden Sie die Termine.

Auch im Herbst 2020 wird es einen Kurs geben, die Termine können Sie hier einsehen. Eine frühzeitige Anmeldung ist für beide Kurse empfehlenswert.

 

Erstes Tageshospiz Hessens entsteht

Räume für Tagesbetreuung und das Projekt „Charly & Lotte“ sowie zusätzliche Betten: Das Hospiz Haus Emmaus mit dem 3,8 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau im Modell. Foto: Heike Pöllmitz
Erster Spatenstich für den Anbau: Monika Stumpf (r.), der neugewählte ehrenamtliche Geschäftsführer Tobias Gottschalk (4. v. r.), Dr. Norbert Köneke, Richard Kreutzer, Manfred Wagner, Professor Günter Brobmann und weitere Teilnehmer legten sich ins Zeug. Foto: Heike Pöllmitz

Haus Emmaus erhält 3,8 Millionen Euro teuren Anbau / Eröffnung ist für Frühjahr 2021 geplant

Die Gesellschafter der Hospiz Mittelhessen gGmbH haben den ersten Spatenstich vollzogen: Für 3,8 Millionen Euro erhält Haus Emmaus in der Spilburg einen Anbau. Damit wird das erste Tageshospiz in Hessen entstehen mit Tagesbetreuungsangeboten für schwerstkranke Menschen. Der Baustart ist für Herbst geplant, die Fertigstellung für das Frühjahr 2021.

Nach Tagesbetreuungsmöglichkeiten fragten Angehörige immer häufiger, hieß es. Die Familien möchten den Patienten gerne zu Hause belassen, wären aber werktags während der Arbeitszeiten beruhigter, den Kranken in professioneller und ärztlich überwachter Umgebung zu wissen. Das Tageshospiz soll die Betreuung von schwerkranken und sterbenden Menschen in vertrauter Umgebung unterstützen und pflegende Angehörige entlasten – durch professionelle palliativpflegerische und palliativmedizinische Betreuung.

Pflegende Angehörige sollen künftig die Möglichkeit haben, den Kranken an unterschiedlichen Tagen in das Tageshospiz zu bringen. Vier Plätze werden zur Verfügung stehen.

Mehr Platz für das Projekt „Charly & Lotte“

Mehr Platz im neuen Anbau wird das Projekt „Charly & Lotte Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche” finden. „Charly & Lotte“ ist in den vergangenen Jahren ständig gewachsen, die bisherigen Räume reichen nicht mehr aus. Durch den Anbau können momentan in einem Nachbarhaus angemietete Räume in ein Gebäude integriert werden, sodass alle Haus-Emmaus-Angebote unter einem Dach vereint sind. Darüber hinaus entstehen zwei neue Betten, dann stehen zehn stationäre Gästezimmer in Haus Emmaus zur Verfügung.

Zum Spatenstich begrüßte Geschäftsführerin Monika Stumpf neben den Gesellschaftern mit dem Vorsitzenden Dr. Norbert Köneke die Architekten Wolfgang und Matthias Müller vom Architekturbüro Keul und Müller, Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD) und viele weitere Gäste. Vom ersten Gedanken bis zu diesem Tag habe es lange gedauert. Umso größer sei nun die Freude, sagte Stumpf. Ein erstes Treffen mit Planern hatte im April 2016 stattgefunden. Viele weitere Termine folgten. Dem denkmalgeschützten Gebäude B der ehemaligen Spilburg-Kaserne, das 1914 im Heimatstil fertiggestellt wurde, wird ein fächerförmiger Anbau auf der unteren Geschossebene entlang des Terrassenhügels angefügt. Im Erdgeschoss bleibt die Dachterrasse erhalten und soll durch einen reduzierten aufgesetzten Baukörper mit einem verglasten Verbindungsgang erweitert werden. Auf der Grundebene befinden sich fünf Gästezimmer mit den erforderlichen Nebenräumen. Die Räume des Tageshospizes werden im Erdgeschoss des Bestandsgebäudes entstehen.

Der zweite ehrenamtliche Geschäftsführer Richard Kreutzer berichtete über die Entwicklung von Haus Emmaus: „Wir feiern das dritte historische Ereignis im Hospiz, bei der Gründung vor 15 Jahren war das Haus Emmaus für viele noch unvorstellbar.“ Zweiter Meilenstein sei der Kauf des Anwesens in der Spilburg gewesen, nun stehe der Erweiterungsbau an. Kreutzer dankte allen Beteiligten, die mit großem Engagement hinter der Hospizarbeit stehen würden: „Ohne Menschen wie Monika Stumpf, Stephanie Wagner, Helga Crass und den Förderkreis Hospiz Mittelhessen mit seinem Vorsitzenden Professor Günther Brobmann wäre Haus Emmaus undenkbar.“

Zusätzliche Spenden in Höhe von 300 000 Euro nötig

Zu den jährlich für den laufenden Betrieb benötigten Spenden in Höhe von 200 000 Euro würden zusätzliche 300 000 Euro an Spenden für den Anbau benötigt, so Stumpf: "Durch die Einsparung der Miete für das Nachbargebäude und die unermüdliche Spendenbereitschaft der Bevölkerung sehen wir aber voller Zuversicht in die Zukunft.“

Als Kurator für Haus Emmaus sagte Manfred Wagner, das Hospiz sei aus Wetzlar nicht mehr wegzudenken. Den Erweiterungsbau bezeichnete er als „Signal und Schritt in die richtige Richtung“.

15 Jahre Emmaus

Das Hospiz Haus Emmaus feiert in diesem Jahr 15. Geburtstag. Mehr als 1600 schwerstkranke Menschen wurden dort bis heute auf dem letzten Lebensabschnitt begleitet. Dem gegenüber stehen mehr als 3500 Menschen, die für eine Aufnahme angefragt haben. Die große Nachfrage war Anlass für den Erweiterungsbau, der bis zum Frühjahr 2021 fertiggestellt sein soll. (Heike Pöllmitz)

Wetzlarer Neue Zeitung, 31.08.2019, S.9

 

Ich bin sehr gerne Botschafterin für die Hospizarbeit

NETTE (Foto: Chris Schulz)
Gemeinsames Miteinander: (v. re.) NETTE, Monika Stumpf (Hospiz), Petra Gießler (C&L) (Foto: Hospiz)

Im Gespräch mit Liedermacherin NETTE

C&L: Hallo NETTE, warum bist du gerne Botschafterin für die Hospizarbeit? Das Thema ist ja bei vielen Leuten eher mit Trauer und Abschied verbunden.

NETTE: Da in der Hospizbewegung wertschätzende Arbeit für Schwerstkranke und Sterbende und deren Zugehörige geleistet wird, die mir sehr wichtig ist, bin ich sehr gerne Botschafterin dafür.

C&L: Wie bist du zu dieser Arbeit gekommen?

NETTE: Ich habe über 12 Jahre fröhliche Lieder mit krebskranken Kindern gesungen. Während dieser Zeit erlebte ich hautnah mit, wie wichtig liebevolle Begleitung für die ganze Familie ist. Durch diese Erfahrungen sind meine Lieder für Trauer, Trost und Hoffnung entstanden. In dieser Zeit habe ich erlebt, wie wichtig die Begleitung von trauernden Menschen ist, insbesondere von Kindern und Jugendlichen.

C&L: Damit triffst du den Kernpunkt der Arbeit von Charly & Lotte. Bist du deswegen speziell Botschafterin für C&L?

NETTE: Charly & Lotte begleitet auf unterschiedliche Weise Kinder und Jugendliche sowie deren Familien in der schweren Zeit der Trauer. Ich finde die haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden von Charly & Lotte machen eine hervorragende Arbeit. Sie verdienen Unterstützung und Anerkennung.

C&L: Was ist für dich das Wichtigste in dieser Arbeit?

NETTE: Den Gedanken des würdevollen Miteinanders und des füreinander Sorgens weiterzutragen sehe ich als wundervolle Aufgabe. Hospizarbeit kann ohne bürgerliches Engagement und Spenden nicht existieren.

C&L: Vielen Dank für das Gespräch und die aufmunternden Worte. Wir wünschen dir weiterhin alles Gute.

Lesen Sie hier auch den Artikel aus der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 29.08.2019, Seite 14.

 

Pflegen und begleiten am Lebensende

Gemeinschaftsprojekt des Gießener Universitätsklinikums und des Wetzlarer Hospizes „Haus Emmaus“

Kaum ein Bereich im Gesundheitswesen erlangte in den letzten Jahren so viel Aufmerksamkeit, Anerkennung und Förderung wie die Hospiz- und Palliativversorgung. Auch in Mittelhessen erlebt die Hospizarbeit und die Palliativmedizin eine schnelle Entwicklung.

Trotzdem werden in der Öffentlichkeit und in Fachkreisen Themen wie Therapiebegrenzung und „Aktive Sterbehilfe“ heftig und kontrovers diskutiert. Um für die ständig zunehmenden Anforderungen für eine Versorgung am Lebensende gerüstet zu sein, bedarf es neben zusätzlicher Fachkenntnisse vor allem eine persönliche Haltung zu den Herausforderungen von Sterben, Tod und Trauer.

Die dem „Haus Emmaus“ angegliederte „ Hospiz- und PalliativAkademie Mittelhessen“ bietet beides mit Weiterbildungen in einem beispielhaften Gemeinschaftsprojekt mit dem Universitätsklinikum Gießen erfolgreich an. Nun ist die 23. Weiterbildung durchgeführt worden. Mit ihr haben 23 Krankenschwestern und Krankenpfleger einen Abschluss erlangt in „Palliative Care“, dem Fachbegriff für die Zusammenfassung von Hospizversorgung und Palliativmedizin.

Herzlichen Glückwunsch!

1100 Euro für Hospiz

Monika Stumpf (li) und Silke Peschke (re)

Silke Peschke, Frisörin aus Waldgirmes, die auch im Hospiz Haus Emmaus tätig ist, nutzte ihren 50. Geburtstag, um für die segensreiche Hospizarbeit Spenden zu sammeln.

"Man hat ja eigentlich alles“ … und statt Blumen, Sekt und Pralinen wünschte sie sich von ihren Freunden und Bekannten ganz einfach Geld, das in der Spendenbox ordentlich raschelte.

So konnte die in ihrem Heimatort vielseitig engagierte jung-gebliebene Frau 1100 Euro an Monika Stumpf, Geschäftsführerin der Hospiz Mittelhessen GmbH, übergeben, die den Geburtstagsgästen herzlich für ihre Großzügigkeit dankte.

Da Silke Peschke rund drei Stunden nach der Landung auf dem Mond geboren ist, begleitete sie der Ausspruch Neill Armstrongs "Ein kleiner Schritt für mich, aber ein großer Sprung für die Menschheit" schon ihr ganzes Leben.

"Die Spende ist ein kleiner Baustein, aber für das Hospiz ein Beitrag für einen großen Schritt, der mit dem Anbau gewagt wird", so Peschke.

Die Spende soll für das Haus Emmaus und Charly & Lotte, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, aufgeteilt werden, die im Anbau ein neues Domizil findet.

 

 

Köche spenden für Hospiz

V.l. Holger Bechthold, Stephanie Wagner, Evelyn Schiller, Monika Stumpf, Walter Gaus, Helga Oertner, Markus Schmidt und Karl-Ernst Oertner an der Obstkiste bei der Spendenübergabe (Foto: H. Pöllmitz)

Der Köcheverein Gießen-Wetzlar kocht vier mal im Jahr für Karl-Ernst Oerters Obstkiste, der mit seinem Marktstand auch auf dem Wetzlarer Wochenmarkt beliebter Anlaufpunkt der Kunden ist.

Dort trafen sich an einem Samstagvormittag Markus Schmidt, 2. Vorsitzender des Köchevereins, Kassierer Holger Bechthold, Walter Gauß und Evelyn Schiller mit Monika Stumpf, Geschäftsführerin der Hospiz Mittelhessen gGmbH, und Stephanie Wagner, Pflegedienstleiterin des Hauses Emmaus, um eine Spende in Höhe von 1000 Euro zu übergeben.

"Wir sind gerne ehrenamtlich und karitativ tätig, um so segensreiche Einrichtungen wie das Hospiz Haus Emmaus zu unterstützen", so Schmidt. Damit haben die Kunden der Obstkiste ein leckeres Angebot und es kann noch Gutes getan werden.

"Wir freuen uns, dass Sie uns mit Ihrer Spende bedacht haben, weil wir unser Haus erweitern wollen und neben zwei weiteren Betten für unsere Gäste auch noch ein ganz neues Angebot, ein Tageshospiz, einrichten wollen", informierte Monika Stumpf.

Die rührigen Köche versprachen sofort auch kulinarische Unterstützung und beide Seiten freuen sich schon auf eine gute Zusammenarbeit in der Zukunft.

WNZ, 10.07.2019, Seite 12