In eigener Sache...

...wir müssen und wollen unser Haus erweitern!

So soll er aussehen, der Anbau:

Über die Gründe, Möglichkeiten, Chancen und Kosten informieren wir Sie in diesem Flyer.

Bitte helfen Sie uns und den betroffenen Menschen in unserer Heimat durch Ihre Spende. Wenig oder viel, klein oder groß, jeder Euro und jede Aktion zum Spendensammeln hilft uns ein Stück weiter. 
Vielen Dank.

 

Danke für den Weg

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Jetzt Herz zeigen

im September startet die Sozialinitiative HelferHerzen von dm-drogerie markt eine neue Aktion "Jetzt Herz zeigen" mit dem Ziel, Projekte und Organisationen aus dem sozialen, kulturellen und Bildungsbereich zu unterstützen, in denen sich Menschen ehrenamtlich engagieren und zu einer zukunfstfähigen Gesellschaft beitragen.

Am Montag, 28. September 2020 findet ein bundesweiter Spendentag statt. Es werden 5 Prozent des Tagesumsatzes an Partnerprojekte gespendet und die Kunden sind eingeladen, diese Projekte durch ihren Einkauf zu unterstützen.

Auch die Hospiz Mittelhessen gemeinnützige GmbH wird wieder unterstützt. Die dm-Filiale im Forum Wetzlar wird ihren Teil an "Charly&Lotte" spenden und die Filiale in Hüttenberg-Rechtenbach zugunsten des Erweiterungsbaus.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie, Ihre Familie und Freunde sich, auch nur durch einen kleinen Einkauf, in einem der beiden Märkte an der Aktion beteiligen würden.

 

Frauen sammeln für gute Zwecke

Sabine Köhler und Sabine Zimmermann (hinten v.l.) vom Lions Club übergeben insgesamt 9000 Euro an Mathias Rau, Monika Stumpf und Ingrid Winter (vorne v.l.) (Foto: Heike Pöllmitz)

Lions-Club Wetzlar Charlotte Buff spendet insgesamt 9000 Euro an Hospiz, Diakonie und Frauenhaus

Von Heike Pöllmitz

Der Lions-Club Wetzlar Charlotte Buff hat zwar nur 23 Mitglieder. Diese arbeiten allerdings sehr rührig für gute Zwecke und haben in den zehn Jahren ihres Bestehens mit ihren Ideen schon vieles bewirkt. Eine davon ist der alljährliche Adventskalender, bei dem die Käufer auch noch etwas gewinnen können. Im vergangenen Jahr kamen dabei unter der Regie der jetzigen Past-Präsidentin Sabine Köhler stolze 9000 Euro zusammen, die für die Hospiz Mittelhessen gGmbH, die Diakonie Lahn-Dill und das Wetzlarer Frauenhaus zu gleichen Teilen bestimmt waren.

Die Umstände und nicht zuletzt die Corona-Pandemie waren Schuld, dass es bisher zu keiner Spendenübergabe kam. Am Montag war es nun soweit: Die aktuelle Präsidentin Sabine Zimmermann und ihre Vorgängerin trafen sich am Haus Emmaus mit Hospiz-Geschäftsführerin Monika Stumpf, dem Vorsitzenden der Diakonie Mathias Rau und Ingrid Winter vom Frauenhaus, um jeden mit 3000 Euro zu bedenken. Im Hospiz wird die Summe für „Charly&Lotte“, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche, eingesetzt, an deren Gründung die Lions-Damen nicht ganz unschuldig waren. Die Diakonie investiert die Summe für die Finanzierung des Projekts „Verrückt? Na und.“ Und die Arbeit des Frauenhauses kann jederzeit finanzielle Unterstützung gebrauchen. Auch wenn die Spenden Verspätung hatten, waren sie herzlich willkommen und es gab ein Dankeschön von allen Empfängern. Auch in diesem Jahr wird es wieder einen Adventskalender geben, dessen Verkaufsmöglichkeiten noch besprochen werden müssen, da es keinen Apfelmarkt gibt. „Wir werden auf jeden Fall rechtzeitig unseren Kalender und die Verkaufsstellen vorstellen“, versprach Sabine Zimmermann.

Wetzlarer Neue Zeitung, 02. September 2020, Seite 10


Rotarier spenden 6000 Euro für Hospiz

Bernd Müller und Harald Seipp überreichen eine Spende in Höhe von 6000 Euro an Hospizgeschäftsführerin Monika Stumpf (Foto: Rotary Club Wetzlar)

Das Geld wird für die Anschaffung von Matratzen für Schmerzpatienten benötigt / Haus Emmaus auf Zuwendungen angewiesen

Der Rotary Club Wetzlar hat 6000 Euro an die Hospiz Mittelhessen gGmbH gespendet.

Die Rotarier gehören zu den langjährigen Spendern des Hauses Emmaus und haben schon viele Anschaffungen unterstützt oder gar ermöglicht. Präsident Harald Seipp und Past-Präsident Bernd Müller übergaben die Summe an Hospizgeschäftsführerin Monika Stumpf, die herzlich dankte und auch schon einen Verwendungszweck nennen konnte. „Wir haben hochwertige Weichlagerungsmatratzen speziell für Schmerzpatienten mit unter 40 Kilo und mehr als 140 Kilo Gewicht angeschafft, die unerlässlich sind, um Dekubitalgeschwüre zu verhindern“, berichtete Stumpf. Vor dem Hintergrund, dass weit mehr als 120 000 Euro für die segensreiche Hospizarbeit pro Jahr aus Spenden finanziert werden müssen und das Haus Emmaus derzeit für mehr als drei Millionen Euro erweitert wird, kamen die 6000 Euro wie ein Geschenk des Himmels. „Die Hospizarbeit liegt uns sehr am Herzen, ganz speziell die Lebensqualität der schwerstkranken Menschen auf dem letzten Stück ihres Lebensweges“, sagte Seipp. „Im Haus Emmaus ist jede Spende gut angelegt“, ergänzte Müller.

Wetzlarer Neue Zeitung, 01. September 2020, Seite 10

 

Ironman-Siegerin Laura Philipp versteigert ihr Glücksrad

Laura Philipp mit ihrem Rad

Auf Ebay versteigern wir zu Gunsten des Hospiz-Anbaus das von der mehrfachen deutschen Ironman-Siegerin Laura Philipp bei der WM 2019 auf Hawaii gefahrene Original Canyon Speedmax CF SLX.  Als attraktive Zugabe gibt es den ebenfalls von ihr beim Rennen auf Hawaii getragenen handsignierten Zeitfahr-Helm (UVEX) und ein Paar Laufschuhe von NewBalance (ebenfalls handsigniert). 

Laura Philipp: "Mit meinem Hawaii-Rad von Canyon bin ich bei meinem ersten Start auf Hawaii den schnellsten Bikesplit gefahren und am Ende gesamt Vierte geworden. Das Rad wurde von Canyon eigens für mich gestaltet. Es ist ein Unikat. Es hat mir Glück gebracht! Ich möchte das Rad, den Helm und ein Duplikat meines Rennschuhs nun für die Unterstützung des Anbaus am Hospiz Mittelhessen versteigern.“

Die Auktion beginnt am Donnerstag, 27.08.2020 und endet am Sonntag, 06.09.2020. Hier der Link zur Versteigerung:

https://www.ebay.de/itm/324272777037

 

 

Leben lassen

Das Buch Leben lassen. Wir erzählen sehr persönliche Geschichten von Betroffenen und Angehörigen, die in den Sterbeprozess involviert sind.

 

Liebe Freunde der Hospizbewegung,

ich möchte Ihnen unser Buchprojekt vorstellen: „Leben lassen“. Für viele Menschen ist das Thema Sterben geprägt von Angst und die Vorstellung von Hospizen oder Altenheimen, ziemlich düster. Wenige ahnen, wie lebendig die letzte Lebensphase sein kann, wie viel Liebe und Fürsorge Sterbende und deren Angehörige erfahren dürfen. Die Hospizarbeit hat keine Lobby und bekommt sehr wenig Aufmerksamkeit. Wir möchten uns dem Thema Sterben widmen, Distanz abbauen, Angehörigen die Hemmschwelle im Umgang mit Sterbenden nehmen. Mit unserem Bildband: „Leben lassen“.

 

Wir haben uns für ein Crowdfunding entschieden - und nicht auf einen Verlag gesetzt. Somit haben wir bis Ende August Zeit, um unser Finanzierungsziel zu erreichen. Mit der Gestaltung haben wir bereits begonnen, ab September/Oktober möchten wir mit diesem Bildband in Druck gehen.

Und das Gute ist, jedes Hospiz in Deutschland bekommt ein Buch von uns geschenkt und zugesendet.

 

Sehen Sie hier ein Gespräch der Fotografin mit Monika Stumpf, Leiterin des Haus Emmaus.

 

Worum geht es in dem Projekt?

Wir erzählen sehr persönliche Geschichten von Betroffenen und Angehörigen, die in den Sterbeprozess involviert sind. Der Leser erlangt einen sehr persönlichen und authentischen Einblick in die Hospizarbeit. Einen Bildband mit Texten zum Thema Sterben gibt es bislang nicht auf dem Markt. Lediglich Fachliteratur und Ratgeber. Unser Buch „Leben lassen“ ist sehr emotional, zeigt Sterbende in Alltagssituationen, ihren Umgang mit der Familie und umgekehrt. Es gibt keine Fotos von Toten.

 

Hier geht es zu unserem Crowdfundingprojekt

 

Wer steht hinter dem Projekt?

Wir, die Fotografen Anna-Lisa Lange und Johannes Wosilat, haben sterbende Menschen fotografisch begleitet und diese Momente in einem eindrucksvollen Bildband eingefangen: „Leben lassen“. Unsere emotionalen Fotos werden ergänzt von einfühlsamen Texten der Journalistin Patricia Leßnerkraus über den letzten Weg sterbender Menschen.

Jede kleine Spende hilft, da wir ohne Verlag selbst drucken. Eine große Hilfe ist auch wenn Sie einfach nur das Projekt teilen oder Freunden und Kollegen davon erzählen.

Herzliche Grüße
Johannes & Anna-Lisa

https://lebenlassen.org/

 

Arno Schmehl spendet an „Menschen für Kinder“

Arno Schmehl mit Adelheid Lerch und den MfK-Vorständen Greilich und Vogler bei der Übergabe an Monika Stumpf (re.) und Carmen Storbakken (2.v.li.) vom Hospiz (Foto: Menschen für Kinder)

2000 Euro für „Charly und Lotte“ in Wetzlar

Arno Schmehl aus Naunheim ist seit vielen Jahren Mitglied im Verein „Menschen für Kinder“. Jetzt überraschte er seinen Verein mit einer großzügigen Spende, deren Weitergabe an das Hospiz in Wetzlar er sich wünscht. Im Hospiz soll seine Spende speziell für die Trauerbegleitung von Kindern durch „Charly und Lotte“ eingesetzt werden.

Langjähriger Förderer und Partner des Hospizes

„Wenn man sich näher mit dem Tod beschäftigen muss, kommt manch einer auch darauf, dass nicht nur ältere Menschen sterben. Nein, auch junge Mütter und Väter werden von heute auf Morgen vom Tode ereilt und zurückbleiben die Kinder, oft ohne weitere Angehörige. Hier ist dann Not am Mann, welche das Hospiz mit dieser Einrichtung gut löst. Es war mir deshalb ein Bedürfnis, dieses Engagement zu unterstützen“, sagt Arno Schmehl über seine Beweggründe.

Der Verein „Menschen für Kinder“ ist langjähriger Partner und Förderer von „Charly und Lotte“, knüpfte über den Vorsitzenden Dieter Greilich die Verbindung zu Monika Stumpf, der Leiterin des Hospizes in Wetzlar. So kam es ganz kurzfristig zur Spendenübergabe vor Ort im Haus Emmaus an Martin Vogler und Dieter Greilich von MfK sowie Monika Stumpf und Carmen Storbakken vom Hospiz. Hier konnten sich die Besucher auch von der segensreichen Arbeit des Hospiz und dem Fortschritt der Bauarbeiten überzeugen.

Wetzlarer Neue Zeitung, 07.Juli 2020, Seite 12

 

 

543 Kilometer auf sechs Rädern

Frank Ottofülling (v.l.), Robert Christ und Palliativmediziner Johannes Hafer treten ab dem 10. Juli 24 Stunden lang in die Pedale. Die Radler wollen zugunsten des Hospizneubaus „543 Kilometer auf zwei Rädern an einem Tag“ absolvieren. (Foto: Manuela Jung)

Der Palliativmediziner des Wetzlarer Hospizes und zwei Freunde radeln 24 Stunden für den guten Zweck

Von Manuela Jung

Achtmal 68 Kilometer, 4500 Höhenmeter, 24 Stunden – eine große Herausforderung liegt vor Johannes Hafer, Frank Ottofülling und Robert Christ. Die drei Freunde ziehen vom 10. auf den 11. Juli ihr ganz persönliches Radrennen durch und wollen damit auf die Arbeit des Hospizes Mittelhessen aufmerksam machen.

Als Palliativmediziner ist Johannes Hafer bereits seit der Gründung des Hospizes im Jahr 2004 einer von zwei Ärzten, die die medizinische Versorgung im Haus sicherstellen. Beim Radfahren findet der 53-Jährige einen Ausgleich zu seinem Beruf, und das ziemlich professionell. Seine Freunde Frank Ottofülling und Robert Christ tun es ihm gleich. Zu dritt wollten sie bereits im Juni am Radrennen „Trondheim – Oslo“ teilnehmen – ein gefürchteter Klassiker unter den Radfahrern. Doch wegen Corona blieb ihnen nichts anderes übrig, als auf die Tour durch Norwegen zu verzichten.

Kurzum musste eine Planänderung her – und die war schnell gefunden: „Wir haben uns überlegt, die 543 Kilometer entsprechend dem norwegischen Original nach Mittelhessen zu verlegen und sie mit einem Sponsoring zugunsten des Hospizes zu verbinden“, schildert Hafer das Vorgehen. Noch neun Tage bleiben ihm und seinen Freunden, ehe sie sich einmal rund um die Uhr aufs Rad setzen und unermüdlich in die Pedale treten. Die gesamte Strecke wollen sie im Pulk absolvieren, ein Begleitfahrzeug versorgt die Sportler unter anderem mit Verpflegung und hat Ersatzräder für mögliche Pannen an Bord.

Auch Hospizleiterin Monika Stumpf und ihre Stellvertreterin Stephanie Wagner werden die Begleitung für mehrere Stunden übernehmen. Sie sind dankbar, dass sich ihr Kollege Johannes Hafer und seine Kumpanen das „Projekt 54321“ vorgenommen haben: „Im vergangenen Jahr haben die Arbeiten an unserem Erweiterungsbau begonnen, womit vor allem vier Tageshospizplätze realisiert werden sollen. Die Baumaßnahme kostet insgesamt 3,8 Millionen Euro. Doch noch ist sie nicht ganz finanziert“, schildert Monika Stumpf. Sie freut sich über jeden Euro, mit dem die Bevölkerung das Vorhaben der Radfahrer unterstützt. Möglich seien ein Betrag pro gefahrenem Kilometer, aber auch eine beliebige Summe.

Startschuss ist am 10. Juli am Haus Emmaus

Ob sie die „543 Kilometer auf zwei Rädern an einem Tag“ auch tatsächlich schaffen, wird schließlich der 11. Juli zeigen: „Wir wollen nachmittags zurück am Hospiz sein und sind optimistisch, dass wir unser Vorhaben auch schaffen“, sagt Hafer, „trotzdem ist die Strecke eine große Herausforderung und nur mit viel Training möglich. Natürlich sind auch Krämpfe oder Stürze nicht ausgeschlossen, aber davon wollen wir jetzt nicht ausgehen.“

Los geht es am 10. Juli am Haus Emmaus in Wetzlar. In Garbenheim begibt sich das Team auf den Rundkurs über Dutenhofen nach Großen-Linden, Langgöns, Waldsolms, Braunfels, Solms und Steindorf zurück nach Garbenheim, wo die zweite Runde startet.

Für Palliativmediziner Hafer ist es eine Herzensangelegenheit, auf diese Weise möglichst viele Gelder für den Erweiterungsbau zu generieren. Schließlich betreut er im Hospiz bereits seit 16 Jahren schwerstkranke Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt. Dass ihn seine beiden Freunde dabei unterstützen, freut den 53-Jährigen einmal mehr: „Wir können so gemeinsam auf die Wichtigkeit des Hospizes für die Region aufmerksam machen und den Neubau finanziell unterstützen“, fasst Johannes Hafer das Ziel der Tour zusammen.

Und das freut auch Monika Stumpf: „Dass unsere Hospizgäste ab kommendem Sommer hier auch tagesweise betreut werden können, ist eine wichtige Option für die Kranken und ihre Angehörigen. Schön, dass solch ein Vorhaben durch diese sportliche Aktion untermauert wird.“

 

SPENDEN

Wer die Radfahrer bei ihrem Vorhaben unterstützen möchte, kann einen beliebigen Betrag an die Hospiz Mittelhessen gGmbH spenden. Die Bankverbindung lautet: Volksbank Mittelhessen, IBAN: DE72 5139 0000 0039 5447 09. Als Verwendungszweck sind der Vermerk „Projekt 54321“ sowie Name und Adresse anzugeben, damit eine Spendenquittung ausgestellt werden kann. Alle Spenden kommen dem Erweiterungsbau des Hospizes zugute.

Wetzlarer Neue Zeitung, 01 Juli 2020, Seite 11

 

 

Hospiz feiert Richtfest

So soll es einmal aussehen: An das bestehende Haus Emmaus (hinterer Gebäudeteil) wird ein Rundbau angegliedert, der unter anderem lichtdurchflutete Räume und Terrassen für stationäre Patienten und Tagesgäste bietet. (Animation: Keul und Müller)

3,8 Millionen Euro teure Erweiterung soll im kommenden Frühjahr fertig sein

Von Heike Pöllmitz

Nach dem ersten Spatenstich im August und der Grundsteinlegung im Dezember 2019 konnte jetzt für den 3,8 Millionen teuren Erweiterungsbau des stationären Haus Emmaus bereits das Richtfest gefeiert werden.

Norbert Könecke, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Hospiz Mittelhessen gGmbH, begrüßte zusammen mit Geschäftsführerin Monika Stumpf und deren ehrenamtlichen Kollegen Tobias Gottschalk die Vertreter aus Politik, Förderkreis, allen am Bau beteiligten Planern und Firmen, Mitarbeitern und Unterstützern der Hospizarbeit. „Ich freue mich, dass trotz der vielen Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie so viele Gäste gekommen sind, um im Rahmen der Möglichkeiten zu feiern“, so Stumpf. Sie dankte allen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit – auch den Hospizgästen, die in den vergangenen Tagen die Lärmbelästigung ertragen mussten und zum Teil auch anwesend waren.

Plötzlich systemrelevant

„Es ist schön, dass wir unseren Beitrag leisten konnten, damit für die Gäste eine angenehme Atmosphäre und für die Mitarbeiter ein schöner Arbeitsplatz entsteht“, erklärte Mathias Müller vom Planungsbüro Keul und Müller. „Trotz Covid-19 haben wir den nächsten Meilenstein in der geplanten Zeit geschafft“, sagte Müller weiter. Er dankte jedem Einzelnen für die harmonische Kooperation. In der Hoffnung, dass auch weiterhin alles im Plan bleibt und die Einweihung im nächsten Frühjahr ohne Masken und Abstandsregeln stattfinden kann, wünschte Müller Glück für die nächste Bauphase.

„Wir erleben unser Richtfest in einer spannenden Zeit, in der wir die Erfahrung machen, plötzlich systemrelevant zu sein“, betonte Könecke. Er hoffe, dass auch nach Corona nicht nur Effizienz und Wirtschaftlichkeit zählen. „Aus Sicht der Gäste und Angehörigen ist die Erweiterung wichtig – mit einem schönen Bau, der zusätzlichen Leistung mit dem Tageshospiz und der Verbesserung des Angebots. Und es ist schön, dass alle Gesellschafter mitgetragen haben, was uns Frau Stumpf so eindrücklich darstellen konnte“, betonte Könecke. „Wir halten derzeit zwar Abstand und sind doch gerade hier, bei einem für die Region sehr wichtigen Projekt, nah beieinander“, sagte Oberbürgermeister Manfred Wagner (SPD). Er dankte für den Mut, diesen Neubau anzugehen und einen guten Rahmen für das Gelingen zu geben.

Auch die Einbindung heimischer Firmen wurde honoriert und zur Einhaltung von Kosten- und Finanzierungsplan unter erschwerten Bedingungen gratuliert.

Einrichtung hat „einen großen Stellenwert“

„Dies ist ein wichtiges Projekt für die ganze Region. Denn das Hospiz hat mittlerweile einen großen Stellenwert gewonnen und ist sehr wertvoll. Denn wir wissen derzeit alle nicht, was morgen ist“, ergänzte der Kreisbeigeordnete Stephan Aurand (SPD), bevor Zimmermeister Eberhard Kaps zur Tat schritt, in seinem Richtspruch Gottes Unterstützung beim gemeinsamen Meisterwerk ansprach und sein auf das Wohl aller geleerte Glas in der Tiefe zerschmettern ließ – jedoch nicht, bevor die Pflegedienstleiterin unter dem Beifall aller nach alter Tradition den letzten Nagel eingeschlagen hatte. „Wir sind dankbar für die Unterstützung so vieler Menschen und freuen uns auf die Eröffnung in 2021“, sagte Gottschalk zum Anschluss bevor – alle Vorschriften strengstens beachtet – wenigsten ein Imbiss und Getränke gerecht wurden.

Wetzlarer Neue Zeitung, 30.05.2020, Seite 10

Pflegedienstleiterin Steffi Wagner schlägt den letzten Nagel ein (Foto: H. Pöllmitz)
Eberhard Kaps (links) stößt nach dem Richtspruch auf das gute Gelingen an und wirft das Glas in die Tiefe. (Foto: H. Pöllmitz)
Begleitet wurde das Richtfest durch das Paul-Simpson-Project (Foto: H. Pöllmitz)

Rink GmbH spendet 5000 Euro

Monika Stumpf (l.) freut sich über die Spende der Firma Rink, die Jan Kahl in deren Namen übergibt. (Foto: Haus Emmaus)

Beitrag zur Erweiterung des Hospizes

Jan Kahl, Leiter Marketing der Firma Wilhelm Rink, hat eine Spende in Höhe von 5000 Euro an die Hospiz Mittelhessen GmbH übergeben. „Wir haben in diesem Jahr unseren Kunden zu Weihnachten nur Karten statt Weihnachtspräsenten verschickt, um die entsprechende Summe lieber einem sinnvollen Zweck zukommen zu lassen“, so Kahl bei der Übergabe im Haus Emmaus.

Geschäftsführerin Monika Stumpf dankte für die Summe, die in der Hospizarbeit mehr als sinnvoll Verwendung findet. Stumpf stellte das Haus Emmaus und die Entwicklung der stationären Hospizarbeit vor. Dazu gehören die Hospiz und PalliativAkademie, die Fort- und Weiterbildungen für Pflegefachkräfte und andere im Sozial- und Gesundheitssektor Tätige mit dem Schwerpunkt Palliative Care anbietet, sowie „Charly&Lotte“, die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche und deren Angehörige, die beständig wächst. „Da die Kosten für die palliativpflegerische und -medizinische Betreuung nicht vollständig von den Kranken- und Pflegekassen abgedeckt werden, muss die verbleibende Deckungslücke durch den Träger selbst aufgebracht werden, was jährlich eine Summe von rund 110 000 Euro bedeutet. Dazu kommen 85 000 Euro für ,Charly und Lotte’ und nun der Erweiterungsbau für rund 3,8 Millionen Euro“, erläuterte Stumpf. Mit dem Bau entsteht unter anderem das erste Tageshospiz in Hessen.

Wetzlarer Neue Zeitung, 23.März 2020, Seite 12

 

 

Liederbücher für Charly und Lotte

Freuen sich über die Spende (v.l.): Carmen Storbakken, Wolfgang Velten, Monika Stumpf, Klaus Lippert. Nette, Stefan Zeiger und Petra Gießler (Foto: Haus Emmaus)

Verein „Menschen für Kinder“ hilft erneut

WETZLAR (red). Stefan Zeiger, Klaus Lippert und Wolfgang Velten vom Verein „Menschen für Kinder“ (MfK) und die Liedermacherin Nette haben im Haus Emmaus ein Geschenk für Charly und Lotte übergeben. Dies ist die Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche. Geschäftsführerin Monika Stumpf und die Trauerbegleiterinnen Petra Gießler und Carmen Storbakken freuten sich riesig über 75 Liederbücher, die Nette im vergangenen Jahr herausgegeben hat. Unter dem Titel „Ich darf anders sein“ möchte sie mit ihren Liedern Kinder und auch Erwachsene dafür sensibilisieren, das Anderssein ihrer Mitmenschen zu akzeptieren.

Nette ist seit dem vergangenen Jahr als Botschafterin für Charly und Lotte unterwegs. Sie möchte das Thema Tod aus seiner Tabuzone holen, damit jeder lernen kann, damit umzugehen.

Wetzlarer Neue Zeitung, 18. Februar 2020, Seite 12